32. Regionaltreffen West in Thüringen

vom 01. – 03. April 2017

Die Fahrt nach Thüringen wurde wie das voran gegangene 31. Treffen nach Oberschwaben wieder mit dem Bus gemacht, d.h. die Teilnehmer reisten nicht mit dem eigenen PKW und blauen Fähnchen an.
Der Bus startete am 01.04. um 8:00 Uhr am Hbf in Saarlouis und sammelte die weiteren Teilnehmer in Kaiserslautern, Mannheim, Nauheim und in Friedberg ein. Da Kalla und Ursel leider aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, und auch Gerhard fehlte, waren wir 42 Personen. Am Zielort kamen zu unserer Gruppe noch 2 Altpfadfinder von der Hamburger Gilde und 2 von der Gilde Störtebeker dazu.
Von Friedberg aus, unserem letzten Halt auf der Hinfahrt, ging es dann direkt nach Eisenach, wo wir gegen 15:00 Uhr ankamen.
Das 32. Regionaltreffen West der Altpfadfinder stand unter dem Motto:

„auf den Spuren LUTHERS und der Deutschen Klassik in Thüringen“

Da unser Historiker Kalla bei diesem Treffen nicht dabei sein konnte, wurde die geschichtliche Information von anderen übernommen. Auf der Fahrt nach Eisenach hatte Elke Obenauer sich bereit erklärt etwas über Luther in Worms, zu erzählen.

Am 2. April 1521 begibt sich Luther nach Worms zum Reichstag. Die Kirche erhofft einen Bußgang. Luther wird aber überall mit Triumpf empfangen. Auf der Reise predigt er in Erfurt, Gotha, Eisenach und Worms. Wo er am 16. April ankommt. Auf Druck des Kaisers und der Kirche soll er seine Lehren widerrufen, was er aber nicht tut. Nachdem er den Verhandlungssaal verlassen hat, ruft er erleichtert, „ich bin durch“.
Er verlässt Worms und wird nicht verhaftet, da ihm ein Schutzbrief freies Geleit für 21 Tage zusichert, obwohl der Kaiser über ihn die Reichsacht ( Wormser Edikt) verhängt hat, und er nun vogelfrei ist. Am 25. April tritt Luther die Rückreise an. Auf der Rückreise, am 4. Mai, wird er von Kurfürst Friedrich der Weise entführt und als Junker Jörg auf die Wartburg gebracht, wo er vom 4. Mai 1521 – 1. März 1522 bleibt und die Bibel übersetzt.

Nachdem wir in Eisenach aus dem Bus geklettert waren, ging es zu Fuß oder mit dem Shuttle zur Wartburg hinauf. Die Aussicht war wunderbar. Um 16:00 Uhr hatten wir dann eine Führung durch die Wartburg, die 1067 gegründet wurde. Wie kaum eine andere Burg Deutschlands ist die Wartburg mit der Geschichte Deutschlands verbunden. Besucher der Wartburg durch die Jahrhunderte waren unter anderen z.B. Walther von der Vogelweide, und natürlich auch unser Dichterfürst Goethe.

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Nach der Besichtigung der Wartburg ging es in unser Quartier nach Neudietendorf in das Zinzendorf Haus der Brüdergemeine.
Hier übernachteten wir und wurden auch verpflegt. Nach dem Abendessen war noch eine gemütliche Singerunde angesagt. Bei der uns der Gildesprecher und ein Mitglied der Gilde Drei Gleichen Hendrik Knop und Reiner Baranowski besuchten und etwas über Neudietendorfs Geschichte erzählten.
Am Sonntag, 02. April mussten wir schon wieder früh aufstehen. Frühstück um 7:30 Uhr, 8:30 Uhr Morgenrunde, 9:00 Uhr Abfahrt nach Weimar. Unterwegs wurde unser Fahrer polizeilich kontrolliert, was leider eine zeitliche Verzögerung bedeutete. Eine kleine Stadtrundfahrt wurde aber eingeschoben. Danach stand es jedem Teilnehmer frei welche Sehenswürdigkeiten er oder sie in Weimar besichtigen wollte. Mehrere aus unserer Gruppe besichtigten das Goethehaus am Frauenplan, aber auch das Schillerhaus, Luthers Predigtkirche St. Peter und Paul mit Cranachaltar und die Anna-Amalia-Bibliothek waren im Angebot. Um 14:00 Uhr ging es weiter zu den Dornburger-Schlössern (Weltkulturerbe). Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch Jena. Für eine Stadtbesichtigung war leider keine Zeit.

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Stattdessen erzählte Achim Neumann im Bus einiges über die Geschichte der Stadt. Im Laufe der Zeit beherbergte Jena viele berühmte Persönlichkeiten. Außerdem ist die Stadt ein Zentrum der deutschen Optik- und Feinmechanikindustrie.

Gegen 14:30 Uhr erreichten wir die Dornburger Schlösser. Eine wunderschöne Gartenanlage mit herrlichem Blick auf das Saale-Tal. Hier hatten wir um 15:00 Uhr eine Führung. Da unsere Gruppe etwas groß war, wurden 2 Gruppen gebildet. Das Barock- und das Renaissance-Schloss konnte einschließlich der Park- und Gartenanlagen besichtigt werden. Das Alte Schloss wird heute von der Friedrich Schiller Universität in Jena genutzt und ist für Besucher nicht zugänglich. Nachdem wir Schlösser und Gartenanlage bei schönem Wetter ausgiebig genossen hatten, ging es wieder zurück ins Zinzendorfhaus, wo uns ein gutes Essen und ein gemütlicher Abend erwarteten.

Gruppenbild

Auch am Sonntag hieß es wieder früh aufstehen. Nach dem Frühstück und der Morgenrunde verließen wir das Zinzendorfhaus um 9:15 Uhr, um mit dem Bus nach Schmalkalden zur Wilhelmsburg zu fahren.
Das Schloss liegt wunderschön, und ist über eine lange Steintreppe zu Fuß zu erreichen. Im Schloss gibt es die ältesten Wand- und Deckengemälde Nordeuropas zu bewundern. Durch eine Führung wurde uns vieles näher gebracht.
Die letzte Station vor der Rückreise war Suhl. Winnes Wolf erzählte uns vorab im Bus einiges über die Stadt. Suhl war über Jahrhunderte vom Bergbau geprägt, Abbau von Eisenerz. Da Suhl über Eisenerz verfügte, entwickelte sich die Stadt in Thüringen zu einer wichtigen Waffenschmiede.
Wir besichtigten das Waffenmuseum mit Führung, und lernten einiges über die verschiedensten Waffengattungen.
Anschließend ging es auf die Autobahn in Richtung Westen. Nach ein paar Stunden Fahrt stiegen nach und nach die Teilnehmer aus, um die jeweiligen Wohnorte zu erreichen. In Mannheim war der Bus gegen 20:15 Uhr.
Es waren 3 sehr schöne und interessante Tage, und das Wetter hat auch mitgespielt.

Vielen Dank an das Vorbereitungsteam.
Eure Karin Lambrecht

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