„Hoffnung schenken – Frieden finden“

Die Aktion Friedenslichtaktion 2015 setzt Zeichen für Gastfreundschaft

Berlin, 18.11. Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind fast immer unterwegs. Deswegen wissen sie, wie es ist, wenn man irgendwo ankommt und fremd ist. Aber fast immer erleben sie Gastfreundschaft und auch deshalb wollen sie selbst gute Gastgeberinnen und Gastgeber sein.

Friedenslicht

Friedenslicht zu geflüchteten Menschen bringen

Seit Jahrzehnten verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Adventszeit das Friedenslicht aus Bethlehem. In diesem Jahr setzen sich sie unter dem Motto „Hoffnung schenken – Frieden finden“ für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht ein.

Viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder engagieren sich in ganz unterschiedlicher Weise für geflüchtete Menschen. Die Bandbreite reicht vom Spielenachmittag über Spenden sammeln bis zur Integration jugendlicher Flüchtlinge in die Gruppenarbeit. Diesmal werden Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht in viele Flüchtlingsunterkünfte bringen, geflüchtete Menschen zu den Aussendefeiern einladen und gemeinsam mit ihnen Friedenslichtfeiern gestalten.

Erziehung zum Frieden ist sicher einer der wichtigsten pädagogischen Aufträge, die Pfadfinden als weltweite Jugend- und Erziehungsbewegung hat. Mit dem Engagement für geflüchtete Menschen, insbesondere für Kinder und Jugendliche zeigen Pfadfinderinnen und Pfadfinder, dass sie diesen Auftrag ernstnehmen. Gastfreundschaft ist ein erster Schritt. „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Anschläge in Paris oder Beirut ist es uns als Friedenspfadfinderinnen und –pfadfindern wichtig, auch in diesem Jahr mit der Verteilung des Friedenslichtes ein Zeichen zu setzen. Pfadfinden als weltweite Bewegung setzt sich seit Jahrzehnten für Austausch, Verständigung und internationale Zusammenarbeit ein. Kinder und Jugendliche lernen bei uns, was es heißt, Teil einer weltweiten Friedensbewegung zu sein und diese mitzugestalten. Dies wollen wir symbolisch mit dem Friedenslicht weitergeben.“ so Dominik Naab, Vorsitzender des Rings deutscher Pfadfinderverbände.

Die Aktion Friedenslicht

Seit über 20 Jahren verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem ab dem 3. Advent an alle Menschen guten Willens – unabhängig von Religion, Hautfarbe und Weltanschauung. Damit wollen sie zeigen, dass fast alle Menschen den Wunsch nach Frieden teilen.

Die Aktion Friedenslicht wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind, das sich durch sein besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Das Licht wird mit dem Flugzeug nach Wien gebracht und dort in einem Aussendegottesdienst weiterverteilt. Von dort aus wird es von Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Lichterstafetten in ganz Europa verteilt. Sie bringen es in Krankenhäuser, in Kindergärten, in Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten, in Flüchtlingsunterkünfte, in Rathäuser, in Einkaufszentren und in den Bundestag. Sie bringen es zu Menschen im Alltag und zu Menschen in besonderen Situationen. Zu denen, die im Rampenlicht und zu denen, die am Rande stehen.

Das Friedenslicht ist ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Hautfarbe. Es wird an alle Menschen verteilt, die guten Willens sind und sich Frieden wünschen. 220 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland wollen mit der Verteilung des Friedenslichts gerade in diesen Zeiten von Flucht vor Krieg und Angst vor Terror ein Hoffnungszeichen weitergeben.


Pressekontakt:

Für Rückfragen und der Zusendung von weiteren Materialien und Informationen steht Ihnen Janina Bauke, Referentin für Kinder- und Jugendpolitik unter Tel.: 030 – 2005 45 65 und E-Mail: janina.bauke@rdp-rdp.de zur Verfügung.

 

Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände e.V.
Mühlendamm 3 | 10178 Berlin

Tel: +49 (0)30 2005 45 65
Fax: +49 (0)30 3117 55 85

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